Rückblick Pokalwochenende

Das vergangene Wochenende ist als das bisher erfolgreichste in die SG-Geschichte eingegangen!

Beim Saarlandpokalfinalwochenende des Basketballverbands Saar konnte die SG 5 von 6 Jugendtiteln abräumen!

Unsere Kleinsten der U12 gewannen in einem spannenden und hochklassigen Spiel knapp mit 88:84 gegen die Baskets 98 aus Völklingen. Beide Teams spielten hierbei hervorragenden Basketball. Erst in den letzten 2 Minuten erspielte sich die Mannschaft von Coach Michael Gros den entscheidenden Vorsprung.

Der U14 gelang gegen Ensdorf ein deutlicher und verdienter 94:67 Sieg. Auch die offensichtliche Zonenverteidigung der Ensdorfer konnte nichts an der individuellen Überlegenheit der SG-Mädels und Jungs ändern und somit konnte das Team gegen den in der Liga punktgleichen Tabellenführer ein deutliches Ausrufezeichen setzen.

Der männlichen U18 gelang, ebenfalls gegen Völklingen, ein auch in der Höhe verdienter 97:59 Sieg. Hierbei konnten sich alle 12 Spieler stark einbringen und demonstrierten die enorme Breite im Kader der Coaches Kevin Ney, Marc Hahnemann und Florian Kirsch. Die jahrelange Ausbildung im Perspektivteam mit der Teilnahme am Spielbetrieb in Luxemburg fand für alle Spieler des älteren Jahrgangs einen schönen und gelungenen Abschluss in ihrem letzten Jugendspielfür die SG. Ab nächstem Jahr führen sie dann hoffentlich unsere Herrenteams zu weiteren Titeln und Erfolgen.

Die weibliche U17 und U19 gewann ihre Finalspiele gegen den TV Saarlouis kampflos, da dieser nicht zu den Spielen erschien. Über dieses beschämende Verhalten habe wir bereits geschrieben und wollen die Respektlosigkeit von Seiten des Unterbaus des einzigen saarländischen Bundesligisten nicht weiter kommentieren.

Unsere Damen verloren ihr Endspiel leider gegen den Regionalligisten TV Saarlouis/ATSV Saarbrücken mit 51:69. Nach einem starken Start und einer 8:0 Führung für die SG, konnte das deutlich erfahrenere und körperlich Überlegene Team von Chris Cummings die Oberhand gewinnen. SG-Coach Rouven Behnke fand zwar wohl in der Halbzeit die richtigen Worte, es sollte aber nicht mehr reichen. Zwar kam die SG nochmal in Schlagdistanz, am Ende gewann SLS/SB aber verdient und konnte somit der SG die einzige Finalniederlage 2017 zufügen.

Im Anschluss stand dann das heiß erwartete Herrenfinalduell unserer SG gegen die Baskets 98 aus Völklingen auf dem Plan. Ein ungleiches Duell: Auf der einen Seite Erfahrung pur, unzählige Finalteilnahmen und -titel und eine komplett zusammen absolvierte Runde, auf der anderen Seite unsere SG, bestehend aus 4 Regionalliga- und 8 Oberligaspielern, lediglich 2 gemeinsamen Trainingseinheiten, 9 Spielern in ihrem ersten Herrenfinale und nur 2 Spielern über 24 Jahre. Und genau diese Fakten machen sich in den ersten Minuten bemerkbar. Die Baskets überrollten unsere nervös auftretende Truppe und gingen schnell mit 15:2 in Führung! Was ein Paukenschlag! Bei Völklingen fiel gefühlt jeder Wurf, während bei der SG einfachste Gelegenheiten vergeben wurden. Freie Dunkings, freie Dreipunktewürfe, Fastbreakgelegenheiten, nichts wollte gelingen. Ein Goaltending und 8 Freiwurftreffer waren die Ausbeute der ersten 9 Minuten, ehe Florian Kirsch aus dem Pick and Roll den ersten Feldkorb der SG erzielte. Als Routinier Gunter Gärtner direkt zu Beginn des 2. Viertels den Vorsprung auf 30:12 ausbaute, schien der Truppe der Coaches Christian Mautes und Marc Hahnemann das Spiel langsam zu entgleiten. Doch die jungen Beine und das höhere Tempo sollten sich im Laufe des 2. Viertels auszahlen. Durch eine hohe Anzahl gepfiffener Fouls, mussten beide Coaches bereits früh ihre Bankspieler ins Spiel bringen. Und hier war die SG nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ überlegen. Eddy Wolf beispielsweise sorgte von der Bank kommend immer wieder für Gefahr. Durch eine deutlich verbesserte Defense und anschließend toll ausgespielte Fastbreaks konnte man sich in einen Rausch spielen und den Völklinger Vorsprung zum Ende der Halbzeit auf 42:45 verkürzen. Die SG wirkte jetzt zupackender und durchsetzungstärker, Jimmy Lauter, Alexander Diederich und Hari Mujkanovic griffen sich nun viele Rebounds. Nach der Halbzeit ging es ähnlich weiter und die SG konnte sich ihre erste Führung des Spiels erarbeiten. Allerdings verpasste man in dieser Phase den Vorsprung auszubauen und so entwickelte sich ein Hin und Her, das die Fans mehr als einmal aus den Sitzen riss. Der heiße Kampf endete in einem Unentschieden nach dem 3. Viertel und die Bühne für eines der verrücktesten Pokalfinals der Geschichte war bereit. Als der Völklinger Center Edou Diouf 6 Minuten vor dem Ende ein tolles Backdoorplay von Florian Kirsch auf Edgar Schwarz nur mit seinem 5. Foul stoppen konnte, keimte bei den zahlreichen und lautstarken SG-Anhängern Hoffnung auf, nun davon zu ziehen. Edgar Schwarz befeuerte die Stimmung mit 7 Punkten in Folge, allerdings foulte sich im Nachgang der starke Hari Mujkanovic aus. Für ihn betrat nun Tim Piayda das Feld und der sollte richtig loslegen. Neben starker Defense nutzte er hervorragend die sich bietende Räume in der Offensive. Völklingen wechselte zu einer Box-and-One Verteidigung gegen Jimmy Lauter, allerdings sezierten Edgar Schwarz und Florian Kirsch die Völklinger Defense nun mit Penetrations und fanden Alexander Diederich und Tim Piayda für leichte Punkte am Brett. Als Tim Piayda dann auch noch 70 Sekunden vor Schluss einen Dreier in den Völklinger Korb nagelte kochte die Stimmung endgültig über. Benni Kessler stellte aber seiterseits mit einem Dreier in der Manier eines abgezocktene Veteranen den alten 1-Punkte Vorsprung Völklingens wieder her. 40 Sekunden vor Schlus suchte die SG nun einen schnellen Abschluss, um am Ende nochmal einen Anngriff zur Verfügung zu haben. Nach einem Foul an Florian Kirsch konnte dieser einen Freiwurf verwandeln. Bei Unentschieden und 25 verbleibenden Sekunden foulte dieser sich aus und schickte Benni Kessler an die Linie. Diesen verließ allerdings die heiße Hand und er vergab beide Freiwürfe. Der Rebound landete über Umwege bei Eddy Wolf, der an der Außenlinie tänzelnd gefoult wurde und an die Linie musste. Er vergab den ersten Wurf und konnte bei völliger Totalstille den 2. Wurf zur SG-Führung verwandeln. Völklingen nahm seine letzte Auszeit, spielte sein Play sauber durch und kam zu einem offenen Wurf, der mit Ertönen des Buzzers vom Ring absprang. Der Rest war pure Ekstase, bei Fans und Spielern brachen alle Dämme. Nachdem sowohl die Regionalliga-, als auch die Oberligamannschaft ihren Klassenerhalt erst am letzten Spieltag sicher konnten, führte dieses hochdramatische und emotionale Ende des Pokalfinals zu einer minutenlangen ausgelassenen Feierei des Teams. Die lautstarken Fans klatschten minutenlang und gaben diesem verrückten Spiel einen würdigen Rahmen. Das hochintensive und körperlich geführte Finale hatte eigentlich keinen Verlierer verdient, die SG hatte am Ende das nötige Quäntchen Glück und konnte, nach zuletzt zwei Halbfinalniederlagen, den ERSTEN Herrenpokaltriumph der Vereinsgeschichte feiern!

Vielen Dank an alle Spieler, Coaches und Unterstützer, die dieses wahnsinnig erfolgreiche, emotionale und in Erinnerung bleibende Wochenende ermöglicht haben! Ebenfalls einen großen Dank an die Ausrichter der TGL Titans Landsweiler-Reden!